Donnerstag, 29. August 2019

Highfield Festival


Ein Erlebnis für sich....

Vom 16.-18.08.2019 habe ich erstmalig das Highfield Festival besucht, es war mein zweites Festival überhaupt, was mit 30 Jahren heutzutage ja eher untypisch ist. Mein erster Festivalbesuch ist im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen, was mich nicht mehr dazu trieb, ein weiteres dieser Art aufzusuchen.
Als ich damals das Line Up las, dachte ich mir, vielleicht sollte man dem Ganzen noch einmal eine Chance geben, bei diesem Line Up ja auch verständlich.

Nun zum Festival:

Da mein Mann und Ich noch bis Freitag Mittag arbeiten mussten, konnten wir erst am späten Freitag Nachmittag anreisen, dank unseren Freunden stand unser Zelt zu diesem Zeitpunkt schon, ansonsten hätten wir keine Chance auf einen Platz bei unseren Freunden gehabt. Wir räumten schnell alles ein, bließen die Luftmatratzen auf, gingen noch schnell in den riesigen Penny auf dem Gelände, der ganz nah an unserem Schlafplatz lag. Danach machten wir uns fast direkt auf zum Festivalgelände, da schon ab 20:00 Uhr einer meiner Favoriten (Royal Republic) lief. Darauf folgten Cro (der diese Mal meiner Meinung nach die Massen nicht zum Toben gebracht hat) und Jan Delay (den wir leider nicht ganz fertig schauen konnten), der aber eine richtig gute Show abgeliefert hat.
Die Nacht darauf war recht anstregend, unsere Nachbaren auf dem Zeltplatz waren bis gegen
05:00 Uhr sehr feierfreudig, was uns wirklich den Schlaf raubte, selbst Oropax halfen nichts mehr, aber was haben wir auch erwartet auf einem Festival dieser Größe. :-)
Am nächsten Morgen (so gegen 09:00 Uhr) gingen wir verschlafen zu den Sanitäranlagen und duschten bei starkem Wasser- und Platzmangel. An den Toiletten, sowohl Fest als auch Dixi, musste man morgens immer anstehen, was bei dieser Menschenmenge aber auch klar ist. Frisch geduscht, geföhnt, Zähnegeputzt gingen wir zurück zum Zelt,legten unsere Sachen ab und gingen wieder direkt in den Penny, um uns mit Essen für die nächsten zwei Tage zu versorgen. Nach dem Frühstück waren wir dann wieder richtig wach, am Nachmittag legten wir allerdings noch einmal ein kleines Schläfchen ein um für den Nachmittag/Abend fit zu sein. Daraufhin gingen wir wieder aufs Festivalgelände und lauschten den Orsons (die wirkich mein absoluter Favorit waren), Trettmann, Annenmaykantereit (waren toll, haben 4 Zugaben gegeben, die Menge hat getobt), SDP und Thirty Seconds to Mars (mit Jared Leto in weißem Gewand, genau so exzentrisch, wie man ihn erwartet). Die Nacht darauf war entspannter, anscheinend waren alle so geschafft vom wilden Feiern, dass auch mal geschlafen werden musste. ;-)
Am Sonntag Morgen genossen wir entspannt nach 5 Stunden Schlaf das Frühstück. Danach ging es für uns schon los mit dem Abbau des Zeltes und des Equipments, da wir ja in der Sonntag Nacht abreisen mussten.
Wir verbrachten den Nachmittag in unseren Campingstühlen, die als einziges noch nicht im Auto waren. Später schafften wir auch diese noch weg und gingen wieder direkt auf das Festivalgelände. Samy Deluxe war mein zweiter Favorit, der Gig hat mich in meine zeitige Jugend zurück gebracht, es war ein schöner Ausflug. Danach kamen The Offspring mit einem tollen Programm und Fettes Brot, von denen wir leider nur zwei Lieder hören konnte. Der Auftritt wurde leider unterbrochen, da es ein Unwetter gab. Wir liefen dann alle zum Auto und waren am Auto total durchnässt. Daraufhin entschieden wir uns, nicht noch einmal zurück aufs Gelände zu gehen und direkt nach Hause loszufahren.Wir zogen uns um und machten uns auf zur Autobahn, mein Mann sprach schon die ganze Zeit davon, dass ihm übel sein. Ich hatte das Privileg, dass ich morgens noch ausschlafen konnte, meine Mann hätte halb 7 auf Arbeit sein müssen. Allerdings kam dann die Magen-Darm-Grippe dazwischen, mit er sich entweder vorher, oder auf dem Festival angesteckt hatte. Am Dienstag Abend ging es bei mir los, dazu gibt es keine weiteren Erläuterungen, jeder, der schon einmal eine Magen-Darm-Grippe hatte weiß, dass es furchtbar ist.

Zusammenfassung:

- tolle Acts (dadurch ist meiner Meinung nach der Preis auch vollkommen in Ordnung)
- riesiger Campingplatz, alle Zelten kreuz und quer
- Sanitäranlagen waren in Ordnung und wurden ordenlich gepflegt
- Duschen waren bei hoher Frequenz recht überlastet und es gab kaum noch Wasser
- es gab Penny und Rossmann, es hat uns an nichts gemangelt, alles was man brauchte, hatte man da
- wir  haben kaum Essen mitgenommen, um uns das zusätzliche Schleppen zu ersparen, der Penny
  bietet alle Lebensmittel zum normalen Verkaufspreis
- das Festivalgelände ist riesig, es gibt ganz viele verschiedene Restaurants und Freizeitangebote
  (alles recht teuer, das Essen war aber super lecker)
- auf dem Festivalgelände gab es nur Dixi´s
- die Bühnen waren riesengroß und es gab Leinwände, die alles auch für die Menschen in den
  hinteren Reihen sichtbar gemacht haben
- auch abgegrenzte erhöhte Bereiche für körperbehinderte Menschen gabe es, diese wurden von
  Ordnern überwacht, sodass auch wirklich Platz für alle Rollstühle war, das hat mir besonders
  gefallen
- es lag trotz neuem Müllkonzept überall sehr viel Müll herum, was ich wirklich schade fand
- das Parken verlief sehr entspannt ( 5 Euro Parkgebühren), wir hatten Glück und standen ganz vorn
  in der Reihe, sodass wir direkt auf die Straße abfahren konnten, was uns viel Zeit sparte

Ich fand den Ausflug nach Großpösna sehr interessant und es war für mich eine tolle Erfahrung, die ich sicher auch noch viel später gut im Gedächtnis behalten werden.
Jetzt stellt sich die Frage, gehe ich wieder auf ein Festival?
Ich denke wenn alles passt wird dies sicher nicht mein letztes Festival dieser Art gewesen sein.

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