
Vom 02.09.2019 bis 05.09.2019 fuhren wir an die Nordsee und ich möchte euch nun einen Reisebericht über die Region Bensersiel/Dornumersiel in Ostfrießland präsentieren.
Die Hinfahrt aus Sachsen war recht lang, in Leipzig erwartete uns die erste Vollsperrung, unser Navigationssystem leitete uns logischerweise nicht dahin, wo wir wollten, wir mussten uns mit unserem Reiseatlas durcharbeiten. Die restliche Fahrt war recht entspannt, es gab einige Baustellen, die den Verkehr etwas aufhielten, auch auf der Zielgeraden nach Bensersiel, wo unsere Unterkunft war, gab es noch einen schweren Unfall, den wir umfahren mussten. Gerade angekommen begrüßten uns schon die Vermieter der Ferienwohnung, und zeigten uns diese. Wir waren das erste Mal schon Hin und Weg, als wir in diese wundervolle Wohnung kamen. Alles war super sauber und geplegt, es war alles da, was man zum Leben brauchte und sehr schön hergerichtet.
Das Auto schnell entladen, gingen wir sofort an den Strand, der uns mit riesigen Weiten empfing, weil gerade Ebbe war. Das war an diesem Tag die zweite Überraschung, wir waren von diesem riesen Strand mit seinen Strandkörben und seinem riesigen Campingplatz direkt am Strand verzaubert. Die Ebbe ermöglichte uns gleich einen kleinen Einblick ins Wattenmeer mit allen seinen Tieren, wie z.B kleine Krebsen und zahlreichen Muscheln. Entzückt gingen wir mit nassen Füßen und viel Sand daran zurück zur Düne, um unsere Schuhe anzuziehen und dann ein Restaurant aufzusuchen, wo wir zu Abend essen konnten. Davon gab es zahlreiche wirklich schöne Restaurants. Wir suchten uns ein Fischrestaurant aus und es schmeckte sehr lecker. Dann gingen wir gesättigt in die Ferienwohung zurück und entspannten uns vor allem von der langen Fahrerei vor dem Fernseher. Als es Zeit für das Bett wurde, machten wir uns zum Schlafen bereit und genossen die Nacht in einem sehr konfortablem Bett.
Am nächsten Morgen erwachten wir entspannt und ausgeruht und überlegten, was wir heute unternehmen sollten. Da es seit Morgen mal minder, mal stärker regnete mussten wir uns eine wetterfeste Idee einfallen lassen. Wir entschieden uns, mit dem Auto nach Wilhelmshafen zu fahren und uns da das Aquarium anzuschauen, was direkt am Meer lag und sehr schön aufbereitet war. Dazu gehörte auch ein Museum zur Entstehung der Tierwelt in den Meeren. Das Aquarium ist sehr sehenswert und schön für Kinder aufbereitet, Kinder hätten auch die Chance, ein Spieleland im Aquarium zu besuchen, was wirklich toll und spaßig aussah. Um die Mittagszeit spielte das Wetter immernoch nicht mit und wir liefen im Nieselregen zu den Marineschiffen bzw. zum Marinemuseum, um uns die riesigen Schiffe von Nahem anzusehen. Dies ist auch ein super Ausflug für Kinder, die sich für Marine, Schiffe, U-Boote usw. interessieren und sehr zu empfehlen. Als wir alles besichtigt hatten, gingen wir zum Auto und fuhren nach Dornumersiel um zu schauen, wo der Ableger des Schiffes sein würde, der uns am morgigen Tag an die Seehundbänke bringen würde. Wir hatten am Morgen darüber geredet, dass dies einen Ausflug wert wäre, aber im September geht die Saison schon eher dem Ende zu, was uns terminlich/zeitliche Probleme brachte. Alle schönen Unternehmungen, die für uns ansprechend waren fanden am Mittwoch statt. Soweit keine Problem, wäre da nicht die Wattwanderung, die wir schon vorher gebucht hatten, die erst gegen 11 began, was auch nicht abänderbar war, eben wegen den Gezeiten. Nun hatten wir das Problem, dass die Wattwanderung bis kurz nach Zwölf ging und Dreizehn Uhr startete die Ausfahrt zu den Seehundbänken. Die Zeit war sehr knapp, deswegen wollte wir gleich erfahren, wo wir hin mussten. Am Ableger angekommen, sahen wir ein tolles Restaurante direkt auf der Düne ganz oben mit einem herrlichen Blick, wir beschlossen da gerade die Ebbe begann, dem ganzen Spektakel von oben zuzuschauen und hatten einen tollen Fensterplatz. Unserer Beobachtung stand nichts im Wege, zwischenzeitlich regnete es wieder in Störmen, wir waren wirklich froh, drin zu sein. Es gab leckeren Kaffee und riesige Kuchenstücke, der Preis war dafür wirklich angemessen. Wir genossen es ca. 1,5 Stunden und fuhren dann mit vollem Magen zurück in die Unterkunft. Nach kurzer Entspannungsphase liefen wir wieder los um uns eine weitere Gaststätte zum Essen zu suchen. Wir nahmen unser Essen in einem SB Restaurant ein, es lag direkt am Strand in Bensersiel, war aber von der Essensqualität unserer Meinung nach nicht zu empfehlen. Mit recht leerem Magen verließen wir das Restaurante und gingen über den Hafen zurück in die Unterkunft. Den Abend ließen wir unser Erlebtes Revue passieren und entspannten unsere gestressten, von leichtem Muskelkater geplagten Beine.
Am Morgen darauf machten wir uns nach dem Frühstück bereit für unsere vorgebuchte Wattwanderung, wir waren so aufgeregt. Meine Begleiterin hatte dafür Gummistiefel und ich kaufte mir Beachies, das sind sockenähnliche Überzieher mit etwas festerer Gummisohle, dazu und zur Wattwanderung werde ich noch einmal gesondert einen Bericht schreiben. Es stellte sich während der Wattwanderung heraus, dass Beachies die bessere Wahl dafür waren. Die Wanderung war sehr interessant und ich war dankbar für den Einblick, den uns unser Wattführer in dieses riesige Meeresreich gegeben hat. Mit dreckigen Hosen, Beinen, Füßen, Schuhen und Händen kehrten wir an den Strand zurück und waren recht geschafft. Meine Begleitung musste aufgrund der Schwere des Laufens und Bewegens die Wanderung vorher abbrechen. Ein Blick auf die Uhr sagte uns nach der Wanderung, dass wir das Schiff zu den Seehundbänken mit Sicherheit nicht mehr schaffen würden, deswegen wählten wir Variante zwei und fuhren zu einer Seehundauffangstation, wieder mit angegliedertem Museum. Es regnete in Strömen, auf dem Schiff wäre es sehr nass gewesen, sodass wir wahrscheinlich durch Zufall die richtige Wahl getroffen hatten. Die Seehunde in der Auffangstation waren trolliger denn je, sie wussten eine richtige Show zu liefern. Als wir uns alles angesehen hatten, fuhren wir wieder zurück in die Unterkunft, besorgten uns unterwegs noch etwas zum Aufwärmen im Ofen und mussten unsere Koffer schon wieder packen. Da unser Weg recht weit war, mussten wir auch früh losfahren um Abends anzukommen, denn der Verkehr war an einem Donnerstag nicht besser als an einem Montag. Unsere Heimfahrt verlief bis auf einen Stau, in dem wir ca. 1 Stunde verbrachten reibungslos. Wir fuhren 10:00 Uhr los und kamen gegen 18:30 Uhr sicher Zuhause an.
Fazit:
- Bensersiel und Dornumersiel sind sehr empfehlenswerte Reiseziele, man findet alles was man
braucht für einen Urlaub, sowohl für Camping, als auch Ferienwohungen oder Hotels stehen
reichlich zur Verfügung.
- es gibt gute Restaurants, man wird auf jeden Fall in normaler Preisklasse satt
- es ist nichts überteuert und alles sehr ehrlich
- die Gegend ist so schön, für Naturliebhaber besonders geeignet
- schöne gepflegte Strände und Strandkörbe
- nette Menschen, die ihre Arbeit noch aus Spaß und Freude machen und immer an Kommunikation
interessiert sind,auch wenn die Gespräche manchmal rau wirken, das ist meiner Meinung nach
typisch nordisch
- man kann tolle Ausflüge planen und buchen, es gibt auch Ausfahrten auf die Nordseeinseln, die ja
auch sehr sehenswert sind, jedoch in der Kürze unseres Aufenthaltes nicht umsetzbar waren
Meine Empfehlung:
- fahrt minimal eine Woche an die Nordsee, um alle Angebote auch nutzen zu können
- nehmt immer eine Windjacke und eine Regenschutz mit, das Wetter ändert sich schnell
- schaut auch bei lokalen Ferienwohungen nach, unsere war wirkich schön für recht kleines Geld
- genießt die Natur und macht viele Foto´s, die Sonne steht da wirklich immer toll und man bekommt
tolle Bilder, auch mit dem Handy
Unsere Unterkunft:
Haus Pirola in Bensersiel -------- sehr zu empfehlen, hier der Link zur Homepage:
https://www.ferienwohnungen-pirola.de/
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