Sonntag, 29. September 2019

Ein Ausflug in den Wald - Auf zum Pilze suchen und sammeln

Ein wunderschöner sonniger Tag bricht an und du hast frei bzw. Zeit einen schönen Spaziergang zu machen, vielleicht weil du einfach Spaß daran hast, oder weil der Hund sowieso raus muss, oder du brichst mit einem Beutel in der Hand auf und gehst Pilze suchen.
Gerade ist die Pilzsaison gestartet und wir haben heute aus unserer geplanten sonntägigen Hunderunde eine "wir sammeln gleich ein paar Pilze" Runde gemacht. Wir hatten weder Beutel, noch Dosen, Körbe oder ähnliches mit, deswegen mussten wir notgedrungen einige Beutel von Mailo (unserem Dackel) klauen. ;-)
Unsere Auslese von heute seht ihr im Bild an der Seite, 30 Minuten haben wir ca. gesucht.
Nun aber zum eigentlichen Thema. Welche Pilze sind lecker, genießbar und für Leihen gut erkennbar?
Hier eine kleine Aufzählung meine Favoriten:

Steinpilz: 

Steinpilz
Gallenröhrling
Dieser Pilz hat ein festes Fleisch und ist bei Anschnitt sehr stabil, kann also gut verarbeitet werden. Steinpilze gibt es in verschiedenen Sorten (weißer Steinpilz, Birkensteinpilz, Sommer-und Eichensteinpilz, Herrenpilz,schwarzhütiger Steinpilz). Die mir bekannte Sorte hat eine braune Kappe, der Stiel ist weiß und unten meist sehr dick, nach oben zu wird er recht schmal. Die Röhren sind weiß oder leicht beige. Er schmeckt sehr gut, ist allerdings leicht mit Bitterpilzen (Gallenröhrlingen, nicht giftig aber ungenießbar) zu verwechseln, die jedes Essen geschmacklich zerstören. Der Bitterpilz hat einen gemaserten Stiel und das Fleisch wird mit der Zeit rosa, man kann den Pilz auch testen, indem man die Zunge kurz an den Pilz hält, schon dabei schmeckt er bitter.

Braunkappe (Maronenröhrling):

Maronenröhrling
Er hat ein festes Fleisch, lässt sich gut schneiden und putzen, wenn die Kappen nass werden wirkt der Pilz "schleimig", die Kappe hat ein wunderschönes dunkelbraun und ist recht weit nach unten eingedreht. Die Röhren sind sehr hell und verfärben sich bei Druck bläulich. Sehr köstlich und gut zu verarbeiten.

Birkenpilz (Birkenröhrling):

Birkenpilz
Die Kappen sind mittelbraun und ebenfalls "schleimig" bei Regen, sie sind jedoch im Vergleich zur Braunkappe eher gerade und etwas heller in der Farbe. Sie sind ebenfalls sehr fest und lassen sich gut verarbeiten. Die Röhren sind sehr hell, fast weiß und der Stiel ist meist recht lang und unten dicker als oben (meist gemasert, wirkt wie ein Birkenstamm).

Grünling (Ziegenlippe oder filziger Röhrling):

Ziegenlippe
Der filzige Röhrling ist mein Lieblingspilz, weil er immer in Schaaren wächst, man kann also recht sicher sein, dass dieser Pilz so gut wie immer mindestens einen "Bruder" hat. Die Kappe ist braun, meist etwas zerklüftet und angenagt. Die Röhren sind grün, womit man ihn auch deutlich von anderen Pilzen unterscheiden kann. Der Stiel ist bräunlich bis rötlich.

Zur Zubereitung:

Am besten schmecken die selbst gesammelten Pilze, wenn verschiedene Sorten zusammen gekocht werden. Ich putze, wasche und schneide alle Pilze klein. Dann schneide ich eine Zwiebel und nehme ein bisschen Butterschmalz, dünste die Zwiebel an und gebe dann die Pilze ebenfalls in den Topf. Die Pilze geben allein schon recht viel Wasser ab, sodass ihr zum Dünsten nicht unbedingt noch Wasser zugeben müsst. Dann lasse ich die Pilze eine Weile im eigenen Sud kochen und würze sie danach noch mit Salz und wenig Pfeffer. Dann kann man die Pilze als Beilage oder auch auf eine Scheibe Brot essen, es schmeckt köstlich.

Das waren meine Pilz Favoriten. Bilder zu den verschiednen Pilzen habe ich euch unter den jeweiligen Zuordnungen verlinkt. Man kann sie leichte erkennen und auch ohne Sorge zu sich nehmen, sie sind gut verträglich und schmecken wirklich gut. Es ist immer wieder schön, wenn uns die Natur ein Essen schenkt.

Falls ihr euch nun auf den Weg macht, konrolliert jeden Pilz gut und nehmt euch auch noch einmal ein Buch über Pilze zur Hand, mein Artikel zeigt nur meine Erfahrungen mit den Pilzen. Für Vergiftungen aufgrund von falsch zugeordneten Pilzen übernehme ich keine Haftung.

Dann bleibt nur noch eins, euch einen guten Appetit zu wünschen. Lasst es euch schmecken!

-Der Post enthält Verlinkungen-



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