Sonntag, 3. November 2019
Lie to me - eine Serie mit psychologischem Hintergrund
Heute werde ich einen Artikel über eine Serie verfassen, die schon seit längerem auf Amazon frei verfügbar ist. Jetzt könntet ihr sagen, wie langweilig, eine Serie die es schon so lange gibt weckt doch kein Interesse mehr. Meiner Meinung nach ist dieses Serie aber für alle sehr empfehlenswert und auch einen Blogartikel wert. Schon allein, weil man so viel über Mimik und Gestik lernen kann, wie in wenigen Filmen.
Personen:
Dr. Cal Lightman ist ein Psychologe, ein Experte für Körpersprache und Mikromimik. Er gründet ein unabhängiges Unternehmen (die Lightman Group) welche sich mit dem Verhör von verdächtigen Personen beschäftigt, allerdings nicht wie bei einem normalen Verhör bei der Polizei oder der Strafbehörde, sondern immer auf psychologischer Grundlage durch Deutung der Gestik und der Mikromimik (dauern nur Sekunden an, z.B. Mundwinkel verziehen, Augen oder Stirn in Falten legen, mit der Nase wackeln usw.) während des Verhörs. Er hat ein kleines, aber cleveres Team um sich und baut dieses am Anfang der 1. Staffel auf. Er findet seine Kollegen in Alltagssituationen und rekrutiert sie zu sich.
Teilhaberin der Lightman Group ist Dr. Gillian Foster, ebenfalls Psychologin und Körpersprachenexpertin. Sie kann Privates und Berufliches schlecht voneinander trennen und gerät deshalb oft in Schwierigkeiten während der Ermittlungen.
Eli Loker (akademisch ausgebildet, konnte sich die Fähigkeiten gut anlernen) und Ria Torres
(arbeitete beim Sicherheitsdienst am Flughafen) sind rekrutierte Mitarbiter aus anderen Bereichen, in denen sie gegenüber anderen Kollegen hervorragende Leistungen erbrachten und mit ihren Leistungen herausstachen.
Eine große Rolle in der Serie spielt auch die Tochter Emily von Cal Lightman und seiner geschiedenen Frau, für die er alles tun würde, sie aber auch im privaten immer wieder psychologische analysiert, was Emily gehörig stört. Die Beziehung ist dadurch immer wieder negativ belastet und schwierig.
Und zu guter letzt Ben Raynolds, ein FBI Agent, der die Lightman Group bei Ermittlungen unterstützt, allerdings nur bis zum Ende der 2. Staffel, dann wird der Vertrag mit der Behörde gekündigt. Er handelt weniger nach Vorschriften und pychologischen Untersuchungsmethoden, sondern eher aus Instinkt. Hier treffen sich mit Cal Lightman und Ben Raynolds Gefühl und Verstand/Wissenschaft, was in vielen Fällen wirklich super nützlich ist.
Handlung:
Im Grunde geht es darum, Straftäter, die nicht klar von der Polizei und verschiedenen Strafbehörden gestellt werden können, über psychologische Befragung und genaue Beobachtung zu überführen, sodass sie sich selbst verraten bzw. ihre Körpersprache für sich sprechen lassen.
Immer wieder gelingen Cal Lightman gute Tricks, sodass sich alle Straftäter im Endeffekt selbst verraten, einfach nur durch geschickte psychologische Gesprächesführung und meist sehr deutliche Worte seinerseits. Auch die enge Freundschaft zu Gillian Foster spielt immer wieder eine große Rolle, man hat das Gefühl, beide sind ineinander verliebt, wollen und können aber nicht dazu stehen.
Nebenher laufen bei allen Hauptdarstellern die privaten Leben und es wird auch bei allen deutlich, welche Wirkung diese Arbeit darauf hat. Es ist für alle Beteiligten (vorallem für Gillian Foster) ein schwieriger Weg, Berufliches und Privates voneinander zu trennen und manchmal auch schwierig mit dem Wissen zu leben. Auch wenn sie nicht alles deuten möchten, können sie es nie ganz abstellen ihr Wissen auch privat anzuwenden.
Allgemeines:
Lie to me ist eine US-amerikanische Serie, die 2009 das erste Mal ausgestrahlt wurde, sie lief in Deutschland von 2010 bis 2012, jedes Jahr kam eine neue Staffel hinzu.
Leider wurde die Produktion nach der 3. Staffel eingestellt, die Serie ist somit beendet.
Fazit:
Lie to me ist wirklich sehr empfehlenswert für Menschen, die sich gern mit dem Thema Psychologie und Gesprächsführung beschäftigen. Es ist nichts für zarte Gemüter, denn es läuft nicht immer alles harmonisch und Cal Lightman ist eine ganz spezielle Persönlichkeit, dessen Handlung man nicht immer klar nachvollziehen kann. Er ist teilweise wirklich grob und sehr direkt, andererseits doch wieder so verletzlich und liebevoll. Ich habe bis jetzt noch nie einen ähnlichen Charakter gesehen bzw. kennengelernt. Cal Lightman geht nicht zimperlich mit den Verdächtigen um und während der Serie hatte ich mehrmals "zu schlucken", weil es zeitweise sehr bedrängend auf mich als Zuschauer wirkte.
Allerdings kann ich auch sagen, dass ich noch nie so viel über Köpersprache gelernt habe, wie in dieser Serie. Die kleinsten Bewegungen im Gesicht, die sonst niemand beachten würde, spielen hierbei eine riesige Rolle und sagen schon so viel aus.
Wer also gern spannende, fesselnde Serien mit psychologischem Hintergrund schaut, ist mit dieser Serie sehr gut beraten.
Eine klare Empfhelung meinerseits!
-Werbung durch Marken- und Namensnennung-
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